Der Liechtensteinsche Landschaftspark Valtice - Lednice
- Barbara Buttinger-Förster

- vor 2 Tagen
- 2 Min. Lesezeit
Newsletter April 2026

Eben bin ich zurückgekehrt von einem geomantischen Forschungsaufenthalt gemeinsam mit unserer langjährigen Geopunkturgruppe. Ziel unserer Reise war der Landschaftspark Lednice - Valtice (ehem. Eisgrub - Feldberg) in Südmähren, welchen das Fürstengeschlecht der Liechtensteiner über Jahrhunderte hinweg geschaffen hat. Mit seiner Ausdehnung über ca. 250 km2 und seiner langen Entstehungsgeschichte ist er einzigartig in Europa und wurde demgemäß auch als UNESCO Welt-Kultur- und Naturerbe unter Schutz gestellt.
Die Liechtensteiner haben neben ihren Schlössern diverse weitere Monumente an besonderen Landschaftspunkten errichtet, großteils anknüpfend an die klassisch-heidnische Epoche, und die Zuordnung dieser Tempelchen etc. zu bestimmten Gottheiten und Wesenheiten zeugt davon, dass sie ihre Geomanten hatten, welche ihnen genau Bescheid geben konnten bezüglich der jeweiligen Ortsqualität!
Mehr jedoch als diese architektonisch-künstlerischen Interventionen sind das Wasser und die Bäume die tragenden Elemente dieser Landschaft, die das Ergebnis einer jahrhundertlangen bewussten Gestaltung bzw. Zusammenwirkens von Mensch und Natur ist. Ich meine, den Anspruch der Gestalter zu erkennen, das versunkene Paradies wieder zu heben ... und finde, dass ihnen das in gewisser Hinsicht auch
gelungen ist!
Über 700 Gehölzarten sind auf diesem Areal zu finden, und kaum jemals zuvor habe ich so viele mächtige, alte Bäume versammelt gesehen wie hier - insbesondere wunderbare Eichen, deren tief gefurchte Stämme jetzt bekrönt sind vom zarten Gelbgrün der jungen Blätter. Die ursprüngliche Flusslandschaft der Thaya / Diye wurde durch Dämme und Kanäle in ein großflächiges Wassernetz verwandelt, in dem unzählige Arten von Tieren leben. Die Landschaftsgestaltung als bewusste Alchemie ist etwas, von dem wir heute sehr wohl lernen könnten! Es ist hier, wie mir scheint, gelungen, im Feinstofflichen vorhandene Dimensionen und Phänomene ins
Stoffliche hinein zu spiegeln - das Feenreich sichtbar zu machen!
Fragen nach der Ethik dieser Art des Zusammenwirkens mit der Natur haben uns beschäftigt. Wie weit waren und sind die Naturwesen frei in dieser Ko-Kreation? Gab es Missbrauch der vorhandenen und gebündelten Lebensquellen?
Nach unserer nur zweitägigen Erforschung dieser so reichhaltigen Landschaft habe ich doch den Eindruck gewinnen können, dass es sich hier um eine der überaus kostbaren sogenannten Gralslandschaften handelt, in denen sich das Leben immer neu selbst gebiert und seinen weiten Umkreis nährt!




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