
geomantie
Immer wieder taucht die Frage auf, wie denn die Geomantie und die Gaiakultur miteinander zu tun
hätten! Dazu braucht es wohl nochmals eine Definition der Begriffe!
Die Geomantie ist sehr alt, und je nachdem, wie man sie definiert, könnte man sie als so alt wie die
Menschheit bezeichnen! Solange die Menschen die Erde, unseren Heimatplaneten, bewohnten, haben
sie mit ihr eine Beziehung gepflegt, die über ein rein sachliches 3D-Verhältnis weit hinausging. Je nach
Kultur hat man das Wesen bzw. Bewusstsein der Erde, das die alten Griechen Gaia nannten,
angesprochen, verehrt, ihm dankende Geschenke dargebracht, und aus dieser Beziehung heraus
Aussagen treffen können über ihre Eigenschaften. Es war den frühen Menschen völlig
selbstverständlich, den Phänomenen des Lebens, und damit natürlich auch der Schöpferin selbst, nicht
nur auf der materiellen Ebene zu begegnen. Ihr Körper wurde ähnlich dem menschlichen Körper erlebt,
und ihre landschaftlichen Phänomene als mehrdimensionale Erscheinungen geheiligt.
Die Menschen waren imstande, unter die materiell sichtbare Oberfläche zu schauen und das
Wesenhafte sowie Energetische wahrzunehmen und damit entsprechend umzugehen.
Zu Zeiten patriarchaler Hochkulturen wurde dieses Bewusstsein immer mehr abgetrennt vom
allgemeinen Leben und stand in Form von ausgefeiltem Wissen hauptsächlich den Mächtigen zur
Verfügung.
Kein Schloss, kein Königsgrab, kein Tempel wurde je ohne geomantische Grundlagen errichtet!
Am rechten Ort, in der rechten Ausrichtung, im rechten Zusammenhang konnten all diese Bauten und
Strukturen erst ihre volle Macht entfalten. Im Zusammenhang mit schwarzer Magie kam es leider nur
allzu oft zum Missbrauch geomantischen Wissens. Das ist in unseren Ländern leider bis in die jüngste
Vergangenheit hinein geschehen und hat der Geomantie einen schlechten und braunen Ruf verschafft.
Nach dem zweiten Weltkrieg haben visionäre Menschen wie etwa Paul Devereux, Blanche Merz oder
Marko Pogačnik die Geomantie aus diesem beschmutzten Kontext herausgeholt und die sogenannte
neue europäische Geomantie entwickelt. Ihr heilender Kern wurde wieder freigelegt und zu einer
ganzheitlichen Praxis entwickelt, die insbesondere aus zwei Komponenten besteht: Der „Landkarte“ der
feinstofflichen Phänomene sowie der Heranführung an eine erweiterte Wahrnehmung. So konnten Orte
neu erschlossen und insbesondere auch Orte von überregionaler feinstofflicher Bedeutung identifiziert
werden, sowie ein neuer Umgang, eine neue Beziehung des Menschen mit Orten und Landschaft
entwickelt werden. Inzwischen gibt es erfreulicher Weise viel gute Literatur zu diesem Thema im
Buchhandel und im Netz.
Das Wort „Geomantie“ setzt sich aus dem Namen Gea (Gaia) der Erde sowie dem griechischen
„mantein“ für „weissagen“, „deuten“ zusammen.
